Das wichtigste Kriterium für die Qualität einer Website ist, dass die gesteckten Ziele erreicht werden. Klingt doch logisch oder?  Wie genau diese Ziele gemessen werden ist jedoch eine kompliziertere Angelegenheit. Im simpelsten Fall hat die Kampagnen-Seite z.B. als "Haupt-Ziel" Besucher/innen dazu zu bringen eine E-Mail Petition zu unterschreiben. Wie gut das Ziel erreicht wurde ist ganz einfach messbar - mit Hilfe der "Conversion Rate". Die "Conversion Rate" stellt dar wie viel Prozent der Besucher/innen einer Seite auf einen bestimmten Link geklickt haben. Gemessen werden kann die "Conversion Rate" mit Hilfe von Web Analytics Tools wie zum Beispiel Piwik oder Google Analytics.

Welchen Vorteil bringt das Messen der "Conversion Rate"? Wozu so viel Aufwand für eine Webseite?

1. Erhöhen Sie den ROI Ihrer Webseite

Wenn Sie Geld für Ihre Kampagnen-Website ausgeben, dann möchten Sie doch auch sehen, dass sie den Zweck erfüllt. Wenn Sie umfangreich messen und die Ziele klar definieren, können Sie herausfinden wie gut die Perfomance tatsächlich ist.

2. Testen Sie Variationen Ihrer Seite

Während viele Probleme mit Websteiten durch einhalten von "Best Pracitices" vermieden werden können bietet Ihnen das Messen der "Conversion Rate" einen unersetzbaren Bonus. Sie können testen was funktioniert und was nicht funktioniert. Mit einfachen A/B Tests können sowohl Design-Variationen als auch Labels und Bilder zufällig ausgetauscht werden und zeitgleich wird für jede Variation die "Conversion Rate" gemessen.

Tools, die Sie ganz einfach in Ihre Website einbinden können um gleich loszustarten mit dem Testen, sind Genetify oder Google Webstie Optimizer. Wenn Sie Drupal als CMS benutzen gibt es dazu eigene Module wie z.B. Simpletest.

 

3. Lernen Sie Ihr Publikum kennen

Was denken Sie erzeugt eine höhere "Conversion Rate": Ein Button mit grüner Farbe hinterlegt, oder ein Button mit roter Farbe? Die Antwort ist nicht eindeutig, weil diese Ergebnisse vom Publikum abhängen. Auf manchen Webseiten hat sich sogar ein Trend abgezeichnet - "rote Buttons" haben ursprünglich zu höheren "Conversion Rates" geführt, aber später dann haben "grünen Buttons" eindeutig besser gewirkt. Diese Ergebnisse ändern sich also mit jeder Website drastisch und ändern sich auch mit der Zeit.

Darum sollten sie stetig messen und nicht nur einmal. Ihr Publikum ändert sich.

4. Finden Sie heraus, welche Online Aktivitäten sich auszahlen

Haben Sie sich schon immer gefragt, welche Ihrer Online Aktivitäten auch Wirkung zeigen?
Wie hoch ist die "Conversion Rate" aller Besucher/innen, die von Facebook kommen? Bringen Ihnen die Werbekampagnen nur Klicks auf die Seite, oder auch Conversions?

Wenn Sie dieses Spiel noch weiter trieben möchten, können Sie sogar herausfinden, welcher Browser-Support für Ihr Publikum relevant ist. Berechnen Sie einfach die "Conversion Rate" für alle Besucher/innen, die Ihre Seite mit dem veralteten Internet Explorer 6 besuchen. Wenn es sich um keine nennenswerte Zahl handelt, dann können Sie ohne mit der Wimper zu zucken den IE6 Support beim nächsten größeren Website-Redesign vernachlässigen. Das spart deutlich Zeit und Geld.

5. Lernen Sie im Gehen

Fragen Sie sich manchmal , wie gut der neueste Text für die Kampagnen-Seite ist? Überlegen Sie, ob der Schriftzug auf dem roten Button "Jetzt hier klicken" oder "Machen Sie mit!" sein soll? Wenn Sie die "Conversion Rate" messen, tappen Sie nicht länger im Dunklen. Probieren Sie es einfach aus!

Durch laufendes ausprobieren und testen können Sie Ihre Website optimieren und zeitgleich lernen, was für Ihr Publikum am interessantesten ist. Worauf sprechen Ihre Besucher/innen an?

Und was kann man nicht messen?

Vorraussetzung für das erfolgreiche Messen sind klar gesteckte Ziele und die richtige Methode diese Ziele zu messen. Nicht alles kann anhand der "Conversion Rate" beurteilt werden. Überlegen Sie sich zuerst was genau die Ziele für eine bestimmte Seite sind, dann denken Sie über die geeignete Messmethode nach und erst am Schluss beginnen Sie zu messen.

Achtung! Das messen mit Analytics Tools ist ansteckend und kann zu bleibenden Änderungen in Ihrer Organisation führen!